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    Rebellen on Tour – Besuch der F.A.C.T.S. 2007 in Gent

    Samstag, den 13. Oktober 2007, der Wecker klingelt, es ist 04.00 Uhr morgens. Ich habe kein Auge zu getan. Bis 02.00 Uhr habe ich TV geschaut, dann die Flimmerkiste ausgemacht und wach gelegen. Meine Freundin besucht bis einschließlich heute ein Seminar, allein im großen Bett schlafe ich immer schlecht. Aber es ist nicht nur das, heute geht es zur F.A.C.T.S. nach Gent, es ist mein zweiter Besuch und nach den Erlebnissen vom letzten Jahr ist die Erwartung groß. Ich springe unter die Dusche, das Wasser macht mich richtig wach. Schnell in die Klamotten, den bereits gestern gepackten Rucksack über die Schulter und los. An der Straßenbahnhaltestelle das erste Malör, ich habe kein Kleingeld. Zwei weitere Gestalten drücken sich so früh am Samstagmorgen an der Haltestelle herum. Der eine wirkt geistig abwesend und antwortet auf meine Frage, ob er mir einen 5-Euro-Schein wechseln könne erst gar nicht, der andere hustet sich die Lunge aus dem Leib, kann mir aber dafür wechseln. Während er mir einen Euro in 10 und 20 Cent Stücken zusammen sucht, bekommt er einen erneuten Hustenanfall, in der Folgezeit vermeide ich es deshalb mich mit der linken Hand (in die gab er mir das Kleingeld) am Kopf zu berühren. Die Bahn kommt. Wenn überhaupt, dann komme ich um diese Uhrzeit an einem Samstag nach Hause, die zusammengekauert auf Bänken schlafenden Obdachlosen und übernächtigten Partygänger nehme ich sonst irgendwie anders wahr …
    Die Straßenbahn kommt pünktlich am Kölner HBF an – SUPERGAU – die S-Bahn nach Düren – wo wir uns mit Esguiso treffen werden – hat 25 Minuten Verspätung!

    Auszug aus dem zweiten Telefonat mit MasterFliessie am gestrigen Abend:
    Jawatechniker: “Pass auf Markus, ich habe mein Handy leider bei meiner Mutter liegen gelassen. Es muss also morgen früh alles glatt laufen, denn telefonieren können wir nicht.”
    MasterFliessie: “Alles klar, bring aber bitte Guidos Handynummer mit, denn die habe ich nicht.
    Jawatechniker: “Kein Thema, ich glaube die habe ich noch in irgendeiner pn stehen.” Nach dem Duschen habe ich am Morgen noch meine pn`s durchgeschaut, aber die besagte pn war bereits gelöscht, egal wird schon alles glatt gehen … Pustekuchen!

    Ruhig bleiben, Probleme sind da, um gelöst zu werden! Erst mal rauf auf den Bahnsteig und MasterFliessie abholen. Nachdem ich Markus ins Bild gesetzt habe, rufe ich dreist um 5 vor halb 6 meine Mutter an – unsere Bahn hat mittlerweile 35 Minuten Verspätung – nachdem ich meine Mutter mit den Worten “Keine Sorge, nichts ist passiert” begrüßt habe, gibt sie, nachdem ich ihr unser Problem geschildert habe, das Telefon samt meinem Handy an mein Schwester weiter. Diese total schlaftrunken gibt dreimal meinen pin falsch ein, Handy gesperrt! Was nun? Kurzentschlossen rufen wir Durchde an, mittlerweile haben wir zwanzig vor 6. Durchde ist (selbstverständlich) auch verschlafen sagt uns aber zu, uns Esguisos Handynummer per SMS zu zu senden. Kurz danach piept`s bei MasterFliessie in der Jackentasche, auf den Durchde ist eben Verlass. Jetzt noch ein Kaffee und dann mit 35 Minuten Verspätung Richtung Düren. Dort wartet der von uns benachrichtigte Esguiso samt Familie auf uns, kurze Begrüßung, dann direkt auf nach Gent. Die Fahrt ist sehr kurzweilig, was daran liegt, dass wir uns über unser TV Verhalten und diverse Fernsehformate austauschen. Um Esguiso und vor allem MasterFliessie jede Grundlage für spätere Erpressungsversuche zu entziehen, gestehe ich auch hier: Ich habe Germany`s Next Topmodel geschaut

    Wir sind da! Fast derselbe Parkplatz wie im Vorjahr, schnell zur Halle und siehe da die Schlange vor uns ist nicht mal halb so lang wie im vergangen Jahr, gut so. Jetzt heißt es eine Stunde warten. Die ersten 15 Minuten der Wartezeit ziehen sich wie alter Kaugummi, was auch daran liegt, dass wir neidisch vollbepackte Early Bird Karteninhaber betrachten, die herauskommen, um ihre Beute hastig zu ihren Autos zu schleppen. Doch dann kommt die German Garrison und andere Kostümclubs vor die Halle, um uns Wartenden die Zeit zu verkürzen, was auch gelingt. Die durchweg liebevoll und detailliert gestalteten Kostüme sind immer wieder ein absoluter Hingucker (der Chewie einfach nur Klasse). Darüber hinaus sorgt der Umstand, dass Susanne ihren Erstgeborenen sowohl Darth Vader als auch einem dahergelaufenen Gamorrean Guard für einen Schnappschuss kurzfristig anvertraut für gute Stimmung. Endlich. Die Türen öffnen sich, wir sind drin. Die Aufteilung ist anders als im letzten Jahr. Informations-, Ausstellungsstände und Showacts wurden in den ersten Stock verlegt. Im EG tummeln sich wie angekündigt noch mehr Händler als imVorjahr. Man wird von Toys, Statuen und Comic`s förmlich erschlagen. An NEO STAR WARS Stuff gibt es alles, was das Sammlerherz begehrt und das teilweise zu echten Schnäppchen Preisen: Celebration Europe McQuarrie Concept R2-D2 & C-3PO = 14 Euro, T30AC Battle Pack Betrayal on Felucia = 25,00 Euro, T30AC Imperial Shuttle Target Exclusive = 85 Euro usw. Aber MasterFliessie und mich treibt die Suche nach Vintage Figuren zweimal erfolglos durch die Säle, bis wir entdecken, dass in der
    Halle mit der Cafeteria noch mehr Händler mit Toys auf uns warten. Hier werde zumindest ich fündig, zwischen den losen NEO Figuren eines Händlers entdecke ich einen Vintage Jawa mit einem Cape wie gerade frisch dem Blister entstiegen. Der Händler will 8 Euro haben, da er aber leider den Blaster nicht finden kann einigen wir uns auf 7 Euro, dieses Cape musste ich haben. MasterFliessie ist enttäuscht, da er seine Vintage Suchliste nicht abarbeiten kann. Er tätigt schließlich einen NEO Frustkauf. In 4 Stunden durchwandern wir 3, teilweise 4-mal die Hallen (allein an Haralds Stand habe ich 3-mal vorbei geschaut, aber leider bei den Minirigs zu lange gezögert), dabei entdecke ich noch günstiges (alles zusammen für 3 Euro) Vintage Zubehör, das war es dann aber auch. Schließlich treten wir um 14.00 Uhr die Heimfahrt an. Die Stimmung auf der Rückfahrt ist etwas gedrückt, irgendwie haben wir alle mehr oder besser eine Wiederholung des letzen Jahres erwartet. Im Wagen wird es ruhig, die Müdigkeit macht sich bei allen langsam aber sicher bemerkbar. Zurück in der Heimat wecken wir die Lebensgeister wieder, in dem wir Kentucky Fried Chicken einen Besuch abstatten. Der anschließende Besuch im Aachener Toys R` Us rundet diesen Tag im Zeichen der Actionfiguren passend ab. Die Zugfahrt zurück nach Köln verläuft dieses Mal pünktlich und ohne Zwischenfälle.

    Fazit:
    Die F.A.C.T.S in Gent ist nach wie vor eine Reise wert, erst Recht wenn man sie in so netter Begleitung unternimmt. Die Ankündigung des Veranstalters war absolut korrekt. Die F.A.C.T.S. war in fast allen Belangen noch größer als im Vorjahr, aber leider betraf dieser Zuwachs in erster Linie den Comic und Manga Toy Bereich (Wem es etwas sagt: NARUTO hat seinen Siegeszug angetreten). NEO STAR WARS Stuff war mehr als ausreichend vorhanden, aber qualitativ hochwertige Vintage Sachen waren in diesem Jahr deutlich dünner gesät als im letzten. Dennoch hat man mehr an Vintage Boxen, MOC`s und losen Figuren gesehen, als auf jeder NRW Börse. Ich denke ich werde mir den kommenden Termin wieder im Kalender notieren …

    Der Jawatechniker

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